Im Oktober 2018 ist der Sammelband NICHT NUR MÜTTER WAREN SCHWANGER - UNERHÖRTE PERSPEKTIVEN AUF DIE VERMEINTLICH NATÜRLICHSTE SACHE DER WELT, im Verlag edition assemblage erschienen.

Nicht nur Mütter waren schwanger vereint persönlich geschilderte Erfahrungen mit Schwangerschaft, die im gesamtgesellschaftlichen Diskurs oft überhört werden: Es geht um unerfüllte und lesbische Kinderwünsche, um trans-männliche oder alters-untypische Schwangerschaften, genauso wie um Abtreibung und Fehlgeburt, Repro-Medizin, Pränataldiagnostik und vieles mehr. Der Sammelband will den einengenden und Druck ausübenden Blick, Schwangerschaft sei für die cis-Heteronorm die „natürlichste Sache der Welt“, für alle anderen hingegen unmöglich, aufweichen, und dabei alternative Visionen entwickeln: für mehr Offenheit und Selbstbestimmung im Umgang mit Kinderwünschen, Schwangerschaft und Eltern-Sein.

Fotos: Ella Ponizovsky Bergelson

 

Im November 2017 habe ich erstmals einen Kommentar für den Freitag geschrieben, in dem ich mich zu der Debatte um #metoo äußere.

 

The Irksome Institute

Als Autorin des feministischen Fiktionskollektivs The Irksome Institute, durfte ich zu den bisherigen Veröffentlichungen verschiedene Prosa- und Poesietexte beitragen. The Irksome Institute lädt regelmäßig  zum kollektiven, linkspolitischen Nachdenken und Experimentieren mit Realität und Utopie ein, heraus kommen Kaleidoskope verschiedenster Texte und Bilder, die alltägliche Verständnisse auf die Probe stellen und neu definieren.

Im April 2016 erschien Who Cares?, die zweite Publikation: diese hinterfragt „sich kümmern“ als Frauen*rolle innerhalb der Geschichte des Kapitalismus. Wir begegnen Frauen*bildern wie der Hexe*, der Hure*, der Mutter* und der Hysterikerin*. Wir erfinden Experimente, die zu anderen Umgängen mit Für_Sorge inspirieren. Wir brechen mit Karriere und Identitätsdruck, streiken mit Trauer, diskutieren Konzepte von Freundschaft, Liebe und Mitgefühl – auf der Suche nach Visionen antikapitalistisch feministischer Zukunft.
​Das wärmste Tier der Welt (zum Nachlesen)

Im Dezember 2015 erschien, als erste Publikation, Hysterical Experiments: Was heißt es heute, "hysterisch" zu sein? Kann Hysterie befreiend wirken? Was ist ihr kulturelles Erbe und warum reden all diese Leute über meinen Körper?

The Uteress of Loneliness

I'd like to call myself uteress
the queer of my queendom called loneliness.
It's a state of nothing is real
although described as “that's how I feel”.
How could my vision of a free-living state
where I have control, but let go of fate
become a collective life?
I silence my longings and strive, strive, strive...

 

read: kill joys!

Im November 2015 präsentierten Johanna M. und ich in der Lesung read: kill joys! einige unserer gemeinsam entwickelten Kurzgeschichten und Fragmente, so zum Beispiel First Sight Amy (zum Nachlesen). Ausgehend von Sara Ahmeds Figur der feminist killjoy entwickelten wir absurde Situationen Lebensläufe, in denen Spaßverderberei eine unübersehbare Rolle spielt - oder spielen sollte.

Sitzt die Spaßverderberei in meiner Familie mit am Esstisch?
Wie füttere ich meine Spaßverderberin so richtig schön an?
Ist die Spaßverderberin ein krankes Zootier?
Woran erkenne ich die Spaßverderberin in freier Wildbahn?
Kann die Spaßverderberin Gegenstand wissenschaftlicher Forschung sein oder ist sie per se anti-essentialistisch und damit undefininierbar?
Wann tröstet mich die Behauptung, das sei jetzt eben so, wann muss ich sie enttarnen?
Hat dir die Realität auf den Kopf gekackt?
Darf ich dich heiraten?

Essen und Sex

Im August 2015 hatte ich die Gelegenheit, im Rahmen einer Residency der Künstlerstadt Kalbe einiger meiner Texte in einer Ausstellung zu präsentieren. Hier namen sie  auch die Gestalt von Bildern, Collagen und Hörspielen an.

rein in die augen, nur schauen.

sonst nix.

nix fassen, nix halten.

nixnixnix.


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