Theater als Medium der Kommunikation und des Austauschs darf nicht nur zwischen Bühne und Zuschauerraum stattfinden! Ein Weg, diese Barriere zu überwinden, liegt für mich in den Workshops, die ich seit 2014 zu unterschiedlichen Techniken und Themen anbiete.
Hierbei mache ich keinen großen Unterschied zu Theaterproben, bei denen es zunächst auch darum geht, eine Gruppe zusammenzubringen, einen offenen Raum zu schaffen und ins Spielen zu kommen. Ich bin immer wieder überrascht, wieviel Energie und Kreativität sich in den Teilnehmenden verbirgt und liebe es, zu beobachten, wie Menschen sich von ihren eigenen  Facetten überrumpeln lassen.
Ich biete Workshops zu verschiedenen Themen an und mische dabei die Fragestellungen der Teilnehmer*innen mit Techniken aus verschiedenen Richtungen.

 

how to kill joy to gather (Feministische Performancetools)

Der Workshop lädt die Teilnehmer*innen ein, sich kritisch mit den Konnotationen ihres sozialen Geschlechts auseinanderzusetzen, und diese als (Aus-)Spielmöglichkeiten für die Bühne, aber auch für andere performative Situationen, nutzbar zu machen. Inspiriert von der queerfeministischen Autorin Sara Ahmed (The Promise of Happiness, 2010), beschäftigen wir uns mit scheinbar individuellen, jedoch oft gender-abhängig konstruierten Verhaltensweisen und Emotionen: Bin ich als Frau gefühlvoll und kreativ, dafür jedoch irrational und unzuverlässig, als Mann überlegt und zupackend, aber auch stur? Wer hat das Recht auf Glücklichsein und was passiert, wenn wir den Spaß verderben? 
Der Workshop führt über individuelle Fragestellungen hin zu einer praktischen Auseinandersetzung mit der eigenen Position und deren aufmüpfigen Potential. Anhand verschiedener Übungen aus den Bereichen kreatives Schreiben, Performance und Tanz, erarbeiten die Teilnehmer*innen in Duos oder Kleingruppen spielerisch individuelles Material und entwickeln kurze Solosequenzen, die wiederum gesampelt und weitergegeben werden können.

Entwickelt für die Kunstuniversität Graz, Institut für Genderforschung, Mai 2016.

Improvisationstheater nach K. Johnston

Das Wunderbarste bei der Improvisation ist der Kontakt zu Menschen, deren Vorstellungskraft anscheinend keine Grenzen kennt. (K. Johnston)
Unendliche Ideen auf der Bühne finden wir, wenn wir „Ja“ zu dem Moment zu sagen und uns auf die Vorschläge unseres Gegenübers einlassen. Mit verschiedenen Übungen erproben wir spielerisch die Improvisation als Kommunikations- und Ausdrucksmittel und lassen uns von unserer eigenen Kreativität überraschen. Mit Hilfe ein paar einfacher Regeln gelingt es uns mit Sicherheit, in die absurdesten Situationen hinein-, und möglicherweise auch wieder herauszuschlüpfen.
Improvisationstheater bietet für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Lust haben, sich als Schauspieler_innen zu versuchen, eine wunderbare Gelegenheit, die Bühne als angstfreien Raum voller Möglichkeiten kennenzulernen.

 

Viewpoints-Training nach A. Bogart und T. Landau

Mit Viewpoints können wir anhand konkreter Parameter, die sich auf Zeit und Raum beziehen, Bewegungen wahrnehmen, analysieren und vor allem: kreieren.
Mit zunächst einfachen Übungen gelingt uns ein direkter Zugang zu einem individuellen körperlichen Ausdruck, der sich sowohl spontan und situativ, als auch über einen längeren Zeitraum und themenbezogen entwickeln und weterbenutzen lässt.
Viewpoints-Training erweist sich als sehr fruchtbar am Beginn gemeinsamer Arbeitsphasen, wenn sich eine Gruppe noch nicht kennt, und ist sowohl für Bühnen-Neulinge als auch Profis geeignet.

 

Hilfe! Abhaun!!  - Performativer Spaziergang

In einer Mischung aus Stadtspaziergang und Performance begeben wir uns auf eine Reise durch bekannte und unbekannte Gefilde und überschreiben vertraute, ausgetretene Pfade mit einer neuen Erzählung. Ein Neuanfang fordert immer eine Bewegung. Er verlangt Mut und Vertrauen in die Solidarität der Mitmenschen – wie weit gehen wir?

Entwickelt für Salon K, September 2015

Zeitreisen – Improvisierte Entdeckungstour mit Kindern

In einer Schreib- und Theaterwerkstatt verwandeln wir uns in Zeitreisende: Zuerst geht’s in die Zukunft und dann wieder zurück ins Jetzt. Dabei erfinden wir eine eigene Sprachen und neue Fortbewegungsarten – wer uns jetzt wohl noch versteht?

Entwickelt für At.tension Festival Lärz,September 2015

Der direkte Weg in die Utopie – radikal-feministische Bandenbildung in drei Schritten

Aufruf an alle weiblich sozialisierten Wesen: wir laden euch ein, euch mit uns dem Patriarchat zu wiedersetzen und eine feuchtfröhlichbuntequeere Utopie aufzubauen. Los gehts mit unserem ersten Bandentreffen. Freut euch auf gemeinsames Aktionstraining und Träumen, und baut mit uns am Vulvana!  

Entwickelt mit A. Raguse, T. Reiwer, C. Schulze, für den Weltkongress der Hedonistischen Internationale, Mai 2015
 

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